• Interview mit ZamBamGuards (Finalist 2021)

    ZamBamGuards entwickelt nachhaltige, robuste Bambusschienbeinschoner für Sportler in Afrika und Europa, die leichter, preiswerter und CO2-neutral sind. Die Produktion der Schoner in Sambia fördert die Ausbildung und damit auch sichere Arbeitsplätze. 

    Wie kam euch die Idee und was macht ihr genau?

    Anna und Frederik waren über den weltwärts-Freiwilligendienst in Sambia. Dort haben wir erkannt, welche Chancen der Sport und insbesondere der Fußball bieten kann. Zuerst wollten wir in Sambia Fußbälle produzieren, jedoch waren die Startkosten hier deutlich über unserem Budget. Im weiteren Verlauf der Ideenphase kamen wir dann auf Bambus, der – stronger than steel – perfekt für Schienbeinschoner geeignet ist. Weil Bambus auch in Sambia wächst und Sambia die höchste Entwaldungsrate der Welt hat, wollten wir alternative Einkommensmöglichkeiten zur Abholzung schaffen. 

    Was bereitet euch im Moment schlaflose Nächte? 

    Am 12. August waren in Sambia Wahlen und es findet aktuell ein Regierungswechsel statt. Das bedeutet, dass wir aktuell schwer planen können und bei den Behörden viele Ansprechpartner:innen wechseln. 

    Wie verschafft ihr euch Ausgleich? 

    Da wir alle (Samira, Chris, Anna und Frederik) noch studieren, sind ZamBam-Guards unser praktischer Ausgleich zur Theorie im Studium. Wenn wir aber einmal abschalten wollen, geht es meist raus in die Natur oder an die Schleifmaschine.

    Welchen Impact hat euer Project auf euer Umfeld?

    Wir gliedern unseren Impact in drei Säulen:

    Einerseits ist es der direkte Impact der Schienbeinschoner, indem wir die Nachfrage im Markt bedienen und somit sicheres Fussballspielen ermöglichen. Zudem wollen wir die Gewinne durch die ZamBam-Guards in lokale Jugendfußballligen investieren, um den Breitensport auf ein höheres Level zu bringen.

    Andererseits schaffen wir durch die Produktion der ZamBam-Guards lokale Arbeitsplätze, die eine Alternative zur Abholzung sowie Herstellung von Holzkohle bieten. 

    Darüber hinaus beweisen wir mit den ZamBam-Guards, dass man durch natürliche Rohstoffe vor Ort Wertschöpfung gestalten kann und wollen weitere Menschen für Investitionen und Entwicklung in bisher unterschätzten Regionen ermutigen.

    Wie sieht euer vollendetes Project aus? 

    Wir wollen die ZamBam-Guards über lokale Produktion in möglichst vielen afrikanischen Ländern etablieren und auch lokalen Unternehmer:innen über einen OpenSource-Ansatz die Möglichkeit geben, die ZamBam-Guards zu verbreiten und weiterzuentwickeln. 

    Die produzierten ZamBam-Guards sollen mittelfristig auch in Deutschland/Europa erhältlich sein und als weiterer Schritt gesehen werden, die Sportartikelwelt nachhaltiger aufzustellen.

    Außerdem wollen wir langfristig weitere Bambusprodukte sowie nachhaltigere Sportartikel herstellen und damit Arbeitsplätze, Wohlstand und mehr Spaß am Sport schaffen.

     

Leave a reply.