• Auszeichnungen für die besten Social Start-ups Deutschlands 2022

    Social Impact Awards für die besten Social Start-Ups Deutschlands 2022 verliehen

    Ob mit einer Initiative für mehr Repräsentanz von Bi_PoC in der deutschen Medienlandschaft, einer Plattform für nachhaltigere Produkte und Verpackungen oder einer Lösung für UV-Wasseraufbereitung – die zehn Finalist-Projekte des Social Impact Award Deutschland zeigen, dass die Zukunft sozialer Innovationen in Deutchland jung, vielfältig und vor allem vielversprechend ist. Gerade in diesen krisengeprägten Zeiten schaffen die sozial oder ökologisch orientierten Sozialunternehmen Hoffnung und beweisen Mut zur Veränderung. Im Rahmen der Award Ceremony am vergangenen Freitag wurden die jungen Sozialunternehmer:innen, die sich mit viel Tatendrang und Innovationsgeist den gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit stellen, gebührend gefeiert. Die besten Social Start-Ups Deutschlands wurden mit dem Social Impact Award 2022 ausgezeichnet. 

     

    Berlin, 7. Oktober 2022Auf diesen Moment haben die zehn Finalist-Teams lange hingefiebert. Am vergangenen Freitag war es endlich soweit – die fünf Gewinner-Projekte des Social Impact Award (SIA) Deutschlands 2022 wurden unter tosendem Applaus eins nach dem anderen verkündet: UrbView, EdTech for Special Learning Needs, of Color und SUPPLYZ wurden mit einem Jury Award ausgezeichnet. Das Berliner Social Start-up ClimateMind konnte sich beim vorangegangenen Community Voting durchsetzen und durfte den Community Award mit nach Hause nehmen.

    Alle fünf jungen Sozialunternehmen haben eine längere Reise hinter sich. Sie wurden bereits im Juni diesen Jahres unter Einreichungen aus ganz Deutschland als Finalist:innen des SIA Deutschland 2022 ausgewählt. Seitdem nahmen sie an zahlreichen Workshops, Events und Bootcamps teil, um ihre Ideen zu einem erfolgreichen Start-Up weiterzuentwickeln. Diese dreimonatige Inkubationsphase bietete den 10 Finalist-Projekten zusätzlich die Möglichkeit eines intensiven Mentorings, Zugang zu einem Expert:innen-Netzwerk und eine finanzielle Förderung. So entwickelten sich über den Sommer die Projekte und Konzepte zu jungen Start-Ups, die nun bei der Award Ceremony der Jury präsentiert werden konnten.

    Am 7. Oktober war es jetzt soweit, die 10-köpfige Jury hatte die Qual der Wahl und musste sich entscheiden. Basierend auf einem Pitch der Start-ups, einer kurzen Frage und Antwort Session und der Entwicklung über den Sommer hinweg, wählte die Jury vier Gewinner-Teams aus, die jeweils mit 3.000€ nach Haus gehen durften. An diesem Abend wurden nicht nur die Jury Awards vergeben, sondern auch die Gewinner des Community Votings verkündet. Vom 13. September bis 2. Oktober hatte jede:r die Chance, die Pitch-Videos der Finalist:innen auf der SIA Website anzusehen und für sein oder ihr Lieblingsprojekt abzustimmen. Ein Rekord von 1429 Votings wurde hierbei verzeichnet. Schließlich konnte das Team von ClimateMind die breite Öffentlichkeit überzeugen und den Community Award mit nach Hause nehmen.

    Neben dem Preisgeld winkt den Gewinner:innen auch eine Teilnahme am SIA Summit Mitte November, der dieses Jahr in Wien stattfinden wird. Dort kommen alle Gewinner-Projekte des Social Impact Awards aus 18 Ländern und drei Kontinenten zusammen, vernetzen sich und arbeiten gemeinsam an ihren Fähigkeiten ihre Projekte zu den zukünftigen Leuchttürmen sozialer Innovation auszubauen.

     

    Die fünf Social Impact Award Gewinner Teams sind:

    UrbView – UrbView intends to incorporate crime and sexual harassment prevention in the urban planning process by providing an innovative model based on artificial intelligence technology.

    EdTech for Special Learning Needs –EdTech is an initiative to improve educational outcomes for children with learning disabilities in Ghana by providing tailor-made education technology solutions and assistive learning devices to support the learning needs of children aged 6-13.

    SUPPLYZ – AI-powered IoT sensors create digital twins of storage containers used for the storage of food & beverages as well as powders, liquids and gas used in varies industries.

    of Color – The racism-critical platform of Color provides in the predominantly white coined media landscape representation and participation of Bi_Poc. of Color stands for representation and empowerment – in any form of expression

    ClimateMind –ClimateMind empowert Menschen und ganze Organisationen darin, von Interessierten zu echten Macher:innen gegen die Klimakrise zu werden – Und dazu auch andere zum Mitmachen zu inspirieren.

    Fotos von Klara Yoon

  • We proudly present: Die 10 Finalist-Projekte 2022

    Am 14. Juni war es endlich so weit: Die 10 Finalist-Projekte 2022 des Social Impact Award Deutschland wurden verkündet! Zum zweiten Mal in Folge konnte das Finalist Announcement in feierlichem Rahmen für den SIA Deutschland stattfinden.

     

    Mit der Bekanntgabe der 10 Finalist_innen ging offiziell die Discovery Phase des SIA 2022 zu Ende, die mit dem virtuellen Kick-Off Weekend im März eingeläutet wurde. Diese Anfangsphase im Jahresprogramm diente der ersten Orientierung und Entwicklung einer Projektidee. Mit fortschreitender Zeit wurden schließlich aus vagen Ideen konkret ausformulierte Konzepte und aus unseren Teilnehmer_innen potenzielle Social Entrepreneurs. Unterstützung haben die Teilnehmenden durch diverse Online-Events, wie dem International Social Impact Weekend, unserer Tech Skills for Impact Webinarreihe und exklusiven 1-on-1-Coachings mit erfahrenen Sozialunternehmer_innen geboten. Besonders freuen wir uns, dass wir dieses Jahr erstmalig auch Workshops in Präsenz an verschiedenen Standorten in Deutschland anbieten konnten. 

    Die intensiven Monate der Vorbereitung, Planung und Arbeit fanden nun ihren feierlichen Höhepunkt beim Finalist Announcement 2022!

     

    Das Finalist Announcement 2022

    Obwohl die Teilnehmer_innen die Spannung vermutlich kaum noch aushielten, mussten sie sich vor der Verkündung noch ein wenig gedulden. Neben der Bekanntgabe der Finalist-Projekte standen nämlich noch ein paar großartige Programmpunkte am Plan. Zum Einen hatten die Teilnehmer_innen die Möglichkeit einer bereits erfolgreichen Sozialunternehmerin zu lauschen: SIA Deutschland Alumna Nina Herzog lieferte als Co-Gründerin von Mondo und eine motivierende Keynote über das Scheitern und darüber wie man weiter machen kann, auch wenn das eigene Projekte nicht für die SIA Inkubation ausgewählt wurde.

    Doch wer sind nun die 10 Finalist_innen im Jahr 2022? Herzlichen Glückwunsch an:

     

    ReDo

    ReDo ist eine Online Plattform, auf der User:innen nachhaltige Alternativen zu existierenden Produkten und Verpackungen hochladen können. Die Community stimmt über die eingereichte Idee ab, um so die entsprechenden Unternehmen anzusprechen.

     

    YourView

    YourView aims to address a generally neglected cause of street harassment, namely city design, by developing an Artificial Intelligence technology that helps us to create a safe built environment in our future cities.

     

    Jugend-Enquete-Kommission e.V.

    Jugendliche sollen gestärkt werden ihre diversen Ansichten in der Politik zu vertreten. Dafür bietet die Jugend-Enquete-Kommission eine Plattform zur Diskussion und Expertenwissen, um Policy Paper zu formulieren. Durch eine gemeinsame Stimme schaffen wir Veränderung.

     

    SUPPLYZ

    SUPPLYZ digitalisiert die Lieferkette und Kreislaufwirtschaft. Modulare IoT-Sensoren und intelligente Algorithmen optimieren die Produktion, reduzieren Lebensmittelverschwendung und fördern die Nutzung von Mehrwegverpackung. 

     

    Periodically

    Das Ziel von Periodically ist es, kostenlose Menstruationsprodukte für alle frei zugänglich zu machen. Wir wollen Menstruierende unterstützen, die spontan Periodenprodukte benötigen. Weiterhin wollen wir Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit schaffen, Menstruierende unterstützen, die nicht ausreichend finanzielle Mittel haben und das Thema „Menstruation“ enttabuisieren sowie normalisieren.

     

    Magazin of Color

    Die rassismuskritische Plattform Magazin of Color sorgt in der überwiegend weiß geprägten Medienlandschaft für Repräsentation und Teilhabe von Bi_PoC. of Color steht für Repräsentation und Empowerment von Bi_PoC für Bi_PoC – in jeglichen Ausdrucksformen.

     

    VLOUW

    VLOUW arbeitet gemeinsam mit Studierenden der UMaT in Tarkwa, Ghana an technischen und sozialen Lösungen rund um das Thema UV-Wasseraufbereitung. Entscheidend sind für uns die lokale Verankerung und daraus erwachsende Selbstermächtigung.

     

    ClimateMind Academy

    Die ClimateMind Academy fördert Multiplikator:innen des Klimaschutzes bei der Umsetzung ihrer Klimaschutzvorhaben auf psychologisch-fundierte Art und Weise, um weitere Menschen zu einem Wandel im Denken, Fühlen und Handeln zu aktivieren.

     

    Sea!D

    Working to protect our ocean by developing a circular economy to eliminate fishing net pollution and to avoid usage of PVC plastic within the card industry; using disruptive innovation to inspire change and create tangible positive impact.

     

    EdTech for Special Learning Needs

    EdTech an initiative to improve educational outcomes for children with learning disability in Ghana by providing tailor made education technology solutions and assistive learning devices to support learning needs of children age 6-13.

     

  • Wir stellen vor: Lisa Schnägelberger, unsere neue Koordinatorin für SIA Deutschland

    Den Social Impact Award nach Deutschland zu bringen ist keine einfache Aufgabe. Es braucht eine genaue Planung, die Fähigkeit verschiedene Stakeholder-Gruppen zu navigieren, und vor allem ein umfassendes Verständnis was junge Menschen an frühphasigen Unterstützungsangeboten in Deutschland benötigen. Als wir Lisa Schnägelberger begegnet sind, war uns klar, dass sie die Richtige für diese Aufgabe ist. Bisher ein versteckter Schatz, ist es jetzt an der Zeit sie auf ihrem neuen Weg mit SIA der Welt zu zeigen.

    Du bist das neueste Mitglied in der SIA Familie! Kannst du uns kurz vorstellen, was du genau für SIA machen wirst?

    Als Koordinatorin des SIA in Deutschland bin ich für die bundesweite Umsetzung unseres Programms verantwortlich. Das fängt bei der Koordination der Workshops während der Discovery Phase an, geht über die Durchführung der Bootcamps während der Inkubation, bis hin zur Organisation der Award Zeremonie. Da SIA erst seit Anfang 2021 in Deutschland aktiv ist, werde ich mich zudem darum kümmern nach und nach Partnerschaften landesweit auf- und auszubauen und SIA in das bestehende Social Entrepreneurship Ökosystem zu integrieren.

    Worauf freust du dich auf dieser Reise am meisten?

    Auf vieles! Auf lokaler Ebene freue ich mich vor allem die Teilnehmende, Alumni und die „Community“ kennenzulernen. Anfang Oktober hatte ich die Freude an der ersten Award Zeremonie in Deutschland teilzunehmen. Es war sehr inspirierend zu sehen mit wie viel Leidenschaft die Finalistinnen und Finalisten zu positiven gesellschaftlichen Veränderungen beitragen möchten. Auf übergeordneter Ebene, freue ich mich das Social Entrepreneurship Ökosystem besser kennenzulernen und dafür zu sorgen, dass wir mit SIA und unserem Angebot einen Mehrwert nach Deutschland bringen. Und zu guter Letzt, freue ich mich darauf die internationale Community, die aus Menschen aus über 25 Ländern besteht, kennenzulernen und zu schauen, wie SIA Deutschland zu der globalen Agenda beitragen kann.

    Erzähl uns ein bisschen über dich – woher kommst du? Was hat dich zur Bewerbung bei SIA bewegt?

    Ich bin in Darmstadt, in der Nähe von Frankfurt am Main geboren, lebe aber mittlerweile seit 10 Jahren in Berlin. Ich bin damals nach Berlin gezogen, um Wirtschaftskommunikation zu studieren. Nach Studienabschluss, hat mich meine erste „Sinn Krise“ zu einem Praktikum bei GoodJobs, eine Jobplattform für nachhaltige und soziale Jobs, gebracht. Dort hatte ich zum ersten Mal Berührung zur deutschen Social Entrepreneurship Szene und habe daraufhin die Entscheidung getroffen, mich mit meiner Karriere in diesem Bereich zu engagieren. Um mich für die Arbeit im Social Entrepreneurship/ Nonprofit-Sektor zu qualifizieren, habe ich noch einen Master in Nonprofit-Management und Public Governance drangehängt.

    Nach meines Masterstudiums, habe ich als Projektkoordinatorin und Trainerin in einer NGO gearbeitet, die sich mit Zivilgesellschaftlichem Engagement und Freiwilligenkoordination beschäftigt. Die Position beim Social Impact Award hat sich dann als ein natürlicher nächster Schritt angefühlt – das Programm ist ein wichtiges Instrument Social Entrepreneurship in die Breite zu tragen und gewinnt zunehmend an Größe und Bedeutung. Auf nationaler und globaler Ebene begegnen wir aktuell so vielen Krisen – daher ist es meiner Meinung nach gerade jetzt wichtig, dass die junge Generation befähigt wird positive gesellschaftliche Veränderung zu gestalten. Und selbst wenn nicht alle unsere Teilnehmenden erfolgreiche eigene Social Ventures gründen, gehen sie mit einem anderen Blick auf die Welt aus unserem Programm.

    Warum denkst du, dass es SIA in Deutschland braucht?

    In Deutschland gibt es bereits viele Programme die Sozialunternehmer:innen unterstützen, aber keines von ihnen bietet eine solche frühphasige Förderung wie SIA an, die für viele gerade junge Gründer:innen so wichtig ist. Als ich vor ein paar Jahren selbst mit Freundinnen eine Idee für ein soziales Projekt hatte, haben wir einfach kein passendes Angebot gefunden – alle waren entweder zu nischig oder unsere Idee nicht reif genug. Das Programm des Social Impact Awards und die Community war genau das, was ihr gesucht haben. Ich bin daher davon überzeugt, dass wir mit SIA eine wichtige Lücke schließen, die es bereits viel zu lange in Deutschland gibt. Außerdem glaube ich, dass wir mit SIA junge Menschen in ganz Deutschland erreichen können und vor allem jene, die bisher keinen oder kaum Bezug zu Social Entrepreneurship haben.

    Kommen wir zu einem leichteren Thema: was ist dein liebstes Hobby? Und was ist etwas, was du gar nicht abhaben kannst?

    Auch wenn ich vielleicht wie eine Oma klingt, aber während des Lockdowns in Deutschland habe ich angefangen Obst und Gemüse auf meinem Balkon anzupflanzen und Liebe seitdem die Gartenarbeit. Den Pflanzen beim Wachsen zu zusehen ist ein tolles Gefühl!

    Was ich wirklich gar nicht leiden kann, ist der Geruch von eingelegten Gurken. Meine schlimmste Erfahrung damit war, dass jemand in der Berliner Tram die Essiggurken direkt auf dem Glas gegessen hat und der ganze Wagon danach gerochen hat!

    Und zu guter Letzt: Bist du für oder gegen Ananas auf Pizza?

    Ich bin zu 100% dagegen. Es ist ein ganz klares Nein!

    Danke, dass du dir die Zeit genommen hast mit uns zu sprechen – wir freuen uns, dass du Teil des Teams bist! 

    Danke – ich freue mich auf diese neue Reise zusammen mit SIA!

     

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    Bei Fragen zum Social Impact Award Deutschland kannst du dich an lisa.schnaegelberger@socialimpactaward.net wenden 

     

  • Gewinner Social Impact Award Deutschland 2021

    Die vielversprechendsten Social Start-ups Deutschlands ausgezeichnet

    Die Zukunft sozialer Innovationen in Deutschland ist jung, selbstbewusst und sehr vielfältig, das wurde bei der Award Ceremony 2021 des Social Impact Awards deutlich. Die fünf Social Start-ups sind nach einem Jahr als die vielversprechendsten jungen Sozialunternehmen aus ganz Deutschland ausgewählt und mit den Social Impact Awards 2021 ausgezeichnet worden.

    Unter tosendem Applaus wurden sie eins nach dem anderen verkündet – die Gewinner-Projekte des Social Impact Award (SIA) 2021: Dicurio, EcoMat, ZamBamGuards, Maple Tales und mondo. Alle fünf jungen Sozialunternehmen haben bereits eine längere Reise hinter sich. Nach dem Start des Social Impact Award Programms im März, nahmen die jungen Entrepreneurs im Frühjahr an virtuellen Workshops und Events des SIA teil, um ihren Ideen und Start-ups zu entwickeln. Anschließend setzten sich zehn Projekte als die Finalisten unter den knapp 60 eingereichten Projekten und Ideen für soziale Unternehmen durch.

    Diese zehn aussichtsreichsten Anwärter*innen auf einen Social Impact Award durften sich bereits über intensives Mentoring, Zugang zu einem Expert*innen Netzwerk, und verschiedene gemeinsame, teilweise sogar internationale Seminare freuen. Den gesamten Sommer verbrachten die Teams nicht etwa mit Urlaub, sondern mit der Arbeit an ihren sozialen Start-ups um mit der Unterstützung durch das Inkubationsprogramm des SIA ihre Social Start-ups voranzubringen. Das Programm wurde mit Unterstützung durch SAP SE durchgeführt. Am 1. Oktober war es jetzt soweit, die 11-köpfige Jury hatte die Qual der Wahl und musste sich entscheiden. Basierend auf einem Pitch der Start-ups, einer kurzen Frage und Antwort Session und der Entwicklung über den Sommer hinweg, wählte die Jury vier Gewinner-Teams aus. Das fünfte Gewinner-Team jedoch wurde nicht etwa von einer kleinen Jury ausgewählt, sondern hier konnten alle Interessierten mitbestimmen. Denn das Gewinner-Projekt des Community Award, mondo wurde zuvor bei einer Abstimmung im Internet von über 1.100 Personen aus den zehn Finalisten ausgewählt.

    Den fünf ausgezeichneten Teams winkt jetzt ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 7.500 Euro. Welche Schritte die prämierten Siegerteams damit umsetzen werden, weiß der Leiter des Social Impact Award Deutschland Jonas Dinger: „Die Startfinanzierung birgt eine enorme Hebelwirkung! Zum einen können die Teams dadurch in den kommenden Monaten einen starken Fokus auf die Projektrealisierung legen, anstatt einem Nebenjob nachgehen zu müssen. Zum anderen werden viele weitere potenzielle Förderer auf die Siegerprojekte aufmerksam. Und natürlich ist es ein großer Motivationsschub, wenn die eigene Idee ausgezeichnet wird!“.

    Neben dem Preisgeld winkt den Gewinnern auch eine Teilnahme am virtuellen SIA Summit Ende Oktober. Dort kommen alle Gewinner-Projekte des Social Impact Awards aus circa zwanzig Ländern und drei Kontinenten zusammen, vernetzen sich und arbeiten gemeinsam an ihren Fähigkeiten ihre Projekte zu den zukünftigen Leuchttürmen sozialer Innovation auszubauen.

    Die fünf Social Impact Award Gewinner Teams sind:

    Dicurio – Dicurio will provide an app that assists elderly people with using their smartphones. Remote access to the senior’s phone enables friends and family and later an AI to explain problems and show solutions and step saving ensures effectiveness.

    Maple Tales – Maple Tales bietet dem Grundschulkind durch seine innovative Art des Lesens, bei welcher das Kind die Geschichte selbst beeinflussen kann, die perfekte Möglichkeit alle Vorteile des Lesens zu nutzen und davon zu profitieren.

    EcoMat – Ein B2B-Matratzenrecyclingunternehmen, das die Verbrennung von Matratzen verhindert und Entsorgungsunternehmen bei der Verringerung von CO2-Emissionen und Ressourcenverschwendung unterstützt.

    ZamBamGuards – ZamBam Guards sind nachhaltige, robuste Bambusschienbeinschoner für Sportler in Afrika und Europa, die leichter, preiswerter und CO2-neutral sind. Die Produktion der Schoner in Sambia fördert sichere Arbeitsplätze und die Gewinne aus dem Verkauf unterstützen sambische Jugendfußballigen.

    mondo – Mondo motiviert dich dazu täglich 5 Minuten einzusetzen, um Teil der Lösung der Klimakrise zu werden. Dabei helfen dir individualisierte Micro-Contents, Nudges und Gamification.

  • Vom Heropreneur zum Social Entrepreneur: Die Resilienz von Social Entrepreneurs in Krisenzeiten

     Wien, 21. September 2021 – Es gibt einen Mythos, der den Bereich des sozialen Unternehmertums umgibt und der tiefgreifende negative Effekte hat: „Heropreneurship“. Dieser Mythos ist so tief verankert, dass die meisten von uns aufgehört haben, seine Existenz in Frage zu stellen. Denn gerade in Krisenzeiten werden die Rufe nach Held*innen immer stärker, schließlich bieten Heldenfiguren Hoffnung und inspirieren. Social Entrepreneurs werden oftmals als Heropreneurs präsentiert: Sie retten die Welt, helfen benachteiligten Menschen, verdienen Geld, werden in einer Krise mit voller Innovationskraft sofort aktiv und das Alles auch noch zur selben Zeit. Aber was heißt das eigentlich für die Sozialunternehmer*innen selbst und was für Auswirkungen haben solch enorme Drucksituationen?

    Die Corona-Krise hat zu vielen Verwerfungen und Veränderungen in der Gesellschaft geführt und gerade auch bei Sozialunternehmer*innen für eine Krise in vielerlei Hinsicht gesorgt. Nicht nur sind ihre Wirkungs- und Geschäftsmodelle unter Druck geraten, sondern oftmals auch die Entrepreneure selbst. Um diese viel zu wenig beachtete Auswirkung der aktuellen Pandemie zu diskutieren und zu beleuchten, organisierten der Social Impact Award gemeinsam mit der Hil-Foundation ein Treffen der prominentesten Unterstützungs- und Finanzierungsorganisationen im aufstreben Feld des sozialen & ökologischen Unternehmertums.

    Ziel der Veranstaltung war es, das Thema aus zwei Blickwinkeln zu betrachten: Daten und Erfahrungen. Dr. Peter Vandor vom Social Entrepreneurship Center veranschaulichte mit seinen wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Thema und den aufbereiteten Daten die Bedeutung dieses Themas. Gleichzeitig bot Hannah Lux, CEO und Mitbegründerin des Social-Venture-Unternehmens Vollpension und SIA-Alumna, einen Einblick in ihre persönlichen Erfahrungen während der Covid-19-Krise.

    Die Alarmglocken läuten

    Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Studie von Peter Vandor zeigen, dass 43 % der befragten, angehenden Social Entrepreneurs, eines oder mehrere Burnout-Symptome wie Erschöpfung, Reizbarkeit, Schlaf- und Angststörungen erlebt haben. 5 % litten sogar so sehr unter einem Burnout, dass sie überhaupt nicht mehr arbeiten konnten.

    Obwohl die spezifischen Ursachen dafür je nach Geschäftsmodell und Teamstruktur variieren, lassen sich Stress und Burnout meist auf die hohe Arbeitsbelastung, den hohen Druck und die Verbundenheit des Unternehmers mit seiner sozialen Mission zurückführen. Was auch einen wesentlichen Unterschied zu konventionellen Unternehmer*innen darstellt.

    „Es ist der ständige Druck, dass man etwas liefern muss, und dass Menschen auf Ihre Produkte warten, die Leben retten könnten, und Sie nichts tun. Es geht einem ständig durch den Kopf, diese Angst, dass morgen jemand sterben könnte, weil man eine Pause gemacht hat.“ (Zitat aus den anonyme geführten Interviews)

    Um ein erfolgreiches Social Impact Projekt zu führen, müssen Social Entrepreneurs viele verschiedene Bereiche zur gleichen Zeit mit einem oft nur kleinen Team managen. Sie tragen Verantwortung nicht nur für sich selbst und ihr Unternehmen, sondern auch für die Personen, die ihr Projekt unterstützt.

    Wenn einen Schritt zurück treten die einzige Option ist

    Die Mitgründerin und Geschäftsführerin der Vollpension, Hannah Lux, war während der Covid-19-Krise mit dieser schwierigen Dynamik konfrontiert und spürte das Gewicht, das ihre soziale Mission auf ihre Schultern lädt mit voller Wucht. Die Vollpension ist eine Kette von Cafés, in denen vor allem Senior*innen aktiv sind um eine bestehenden oder drohende Altersarmut zu verhindern und der Vereinsamung entgegenzutreten. Die Krise und die Lockdowns zwangen alle Cafés zur Schließung und brachte ihr Team, insbesondere die Senior*innen als Risikogruppe, in eine schwierige Lage. Leider hatte sie mit dem Stress und der Müdigkeit der jahrelangen Arbeit schwer zu kämpfen und war gezwungen, einen Schritt zurückzutreten, um sich auf sich selbst zu konzentrieren.

    Das Schwierigste war„, sagte Hannah, „mir einzugestehen, dass ich gerade in dieser Krisenzeit einen Schritt langsamer treten musste. Dass wir diese Situation nur gemeinsam im Team stemmen können.

    Hannah Lux hofft auf mehr Ehrlichkeit in der Branche zu diesem Thema und möchte in persönlichen Gesprächen mit ihren Partnern Vertrauen aufbauen. Sie sieht vor allem die Notwendigkeit, die Wahrnehmung von Social Entrepreneurs zu ändern und damit aufzuhören, sie als Helden darzustellen, da dies nur das Bedürfnis verstärkt, sie als unbesiegbar erscheinen zu lassen.

    Die Quintessenz

    Wenn man bedenkt, wie viele Sozialunternehmer zwischen ihrem eigenen Wohlergehen und ihrem sozialen Auftrag hin- und hergerissen sind, ist es eindeutig wichtig, Wege zu finden, sie zu bei dieser Gratwanderung zu unterstützen. Die Daten und die persönlichen Geschichten der Social Entrepreneurs aus aller Welt machen eines ganz deutlich: Wir müssen vom Heropreneur zum Social Entrepreneur kommen und die Resilienz von Sozialunternehmer*innen gerade in Krisenzeiten noch mehr stärken.

  • Interview mit Maple Tales (Finalist 2021)

    Maple Tales bietet dem Grundschulkind durch seine innovative Art des Lesen, bei welcher das Kind die Geschichte selbst beeinflussen kann, die perfekte Möglichkeit alle Vorteile des Lesens zu nutzen und davon zu profitieren.

     

    Wie kam euch die Idee und was macht ihr genau? 

    Innerhalb einer Vorlesung der Erziehungswissenschaften wurde unsere Mitgründerin Marlene auf die  immer sinkende Anzahl an lesenden Kindern und der vermehrten Nutzung von mobilen Endgeräten  aufmerksam gemacht und nach vielen Brainstorming Runden und der ein oder anderen verworfenen  Idee, entstand das Projekt „Maple Tales“ 

    Bei Maple Tales verknüpfen wir die Nutzung von mobilen Endgeräten, wie Handys und Tablets, mit  dem Lesen von Kurzgeschichten. In diesen Kurzgeschichten kann das Kind selbst entscheiden, wie die  Geschichte fortläuft, in dem das Kind alle drei bis fünf Minuten aus drei Optionen den Verlauf  beeinflussen kann. Der Fokus liegt dabei bei dem Näherbringen des Lesens und des Nutzens des  täglichen Lesens. Wir arbeiten mit Autoren zusammen, welche uns weiterhin aus den bereits  geschriebenen Büchern kurze 15-minütige Kurzgeschichten in unserem Stil schreiben. Die  dazugehörigen Bücher können im nachhinein von dem Elternteil gekauft werden, um einen  fließenden Übergang zwischen digital und analog zu schaffen. 

    Was bereitet euch im Moment schlaflose Nächte?  

    Eine aktuelle große Aufgabe ist die Entwicklung der App und die damit verbundene Zeit, welche  dafür aufgebracht werden muss. Dies und die täglich anstehenden neuen Challenges bereiten uns  schlaflose Nächte. 

    Wie verschafft ihr euch Ausgleich?  

    Da wir bis Ende Juli alle noch durch Job, Uni und Startup sehr beansprucht waren, haben wir uns im  August eine Auszeit genommen und dadurch einen guten Ausgleich geschaffen und uns für die  nächsten Monate ausgeruht. Während der Arbeitsphase helfen immer wieder kleine Spaziergänge  und das entspannte zurücklegen und Lesen von Büchern. 

    Welchen Impact hat euer Project auf euer Umfeld? 

    Maple Tales hilft Kindern eine bessere Bildung zu genießen. Beginnend von dem Lesen zu Hause bis  zu den besseren schulischen Leistungen in der Schule. Weiterhin machen wir Kinder aufmerksam auf  die umfangreiche Welt des Lesens und dessen mannigfaltigen Anregungen und Abenteuer. 

    Wie sieht euer vollendetes Project aus?  

    In unserem vollendeten Projekt möchten wir mit Hobby und Berufsautoren zusammenarbeiten, um  schöne und erlebnisreiche Geschichten für Kinder zu kreieren und diese zum Lesen zu begeistern.  Weiterhin hilft unsere vollendete App uns viele Kinder auf der ganzen Welt zu begeistern und Ihnen  auf dem weiteren Bildungsweg zu helfen. Final möchten wir die Art des digitalen Lesens verändern  und damit eine Steigerung der Lesequote erreichen.

  • Interview mit ZamBamGuards (Finalist 2021)

    ZamBamGuards entwickelt nachhaltige, robuste Bambusschienbeinschoner für Sportler in Afrika und Europa, die leichter, preiswerter und CO2-neutral sind. Die Produktion der Schoner in Sambia fördert die Ausbildung und damit auch sichere Arbeitsplätze. 

    Wie kam euch die Idee und was macht ihr genau?

    Anna und Frederik waren über den weltwärts-Freiwilligendienst in Sambia. Dort haben wir erkannt, welche Chancen der Sport und insbesondere der Fußball bieten kann. Zuerst wollten wir in Sambia Fußbälle produzieren, jedoch waren die Startkosten hier deutlich über unserem Budget. Im weiteren Verlauf der Ideenphase kamen wir dann auf Bambus, der – stronger than steel – perfekt für Schienbeinschoner geeignet ist. Weil Bambus auch in Sambia wächst und Sambia die höchste Entwaldungsrate der Welt hat, wollten wir alternative Einkommensmöglichkeiten zur Abholzung schaffen. 

    Was bereitet euch im Moment schlaflose Nächte? 

    Am 12. August waren in Sambia Wahlen und es findet aktuell ein Regierungswechsel statt. Das bedeutet, dass wir aktuell schwer planen können und bei den Behörden viele Ansprechpartner:innen wechseln. 

    Wie verschafft ihr euch Ausgleich? 

    Da wir alle (Samira, Chris, Anna und Frederik) noch studieren, sind ZamBam-Guards unser praktischer Ausgleich zur Theorie im Studium. Wenn wir aber einmal abschalten wollen, geht es meist raus in die Natur oder an die Schleifmaschine.

    Welchen Impact hat euer Project auf euer Umfeld?

    Wir gliedern unseren Impact in drei Säulen:

    Einerseits ist es der direkte Impact der Schienbeinschoner, indem wir die Nachfrage im Markt bedienen und somit sicheres Fussballspielen ermöglichen. Zudem wollen wir die Gewinne durch die ZamBam-Guards in lokale Jugendfußballligen investieren, um den Breitensport auf ein höheres Level zu bringen.

    Andererseits schaffen wir durch die Produktion der ZamBam-Guards lokale Arbeitsplätze, die eine Alternative zur Abholzung sowie Herstellung von Holzkohle bieten. 

    Darüber hinaus beweisen wir mit den ZamBam-Guards, dass man durch natürliche Rohstoffe vor Ort Wertschöpfung gestalten kann und wollen weitere Menschen für Investitionen und Entwicklung in bisher unterschätzten Regionen ermutigen.

    Wie sieht euer vollendetes Project aus? 

    Wir wollen die ZamBam-Guards über lokale Produktion in möglichst vielen afrikanischen Ländern etablieren und auch lokalen Unternehmer:innen über einen OpenSource-Ansatz die Möglichkeit geben, die ZamBam-Guards zu verbreiten und weiterzuentwickeln. 

    Die produzierten ZamBam-Guards sollen mittelfristig auch in Deutschland/Europa erhältlich sein und als weiterer Schritt gesehen werden, die Sportartikelwelt nachhaltiger aufzustellen.

    Außerdem wollen wir langfristig weitere Bambusprodukte sowie nachhaltigere Sportartikel herstellen und damit Arbeitsplätze, Wohlstand und mehr Spaß am Sport schaffen.

     

  • Interview mit Period Ovulation Society (Finalist 2021)

    Period Ovulation Society: Ein Ort für Gespräche und Produkte rund um den weiblichen Zyklus und das Frau-Sein. Aufklärung und Austausch für eine verbesserte Lebensqualität, die zu einem Vorteil für die gesamte Gesellschaft führt.

    Wie kam euch die Idee und was macht ihr genau?

    Nachdem ich vor einigen Jahren die Pille abgesetzt habe, hatte ich fast 1,5 Jahre keinen Zyklus. Da ich nicht wieder die Pille nehmen wollte, habe ich angefangen mich selbst mit dem Thema weiblicher Zyklus auseinanderzusetzen, um zu verstehen, was da gerade passiert oder eben nicht passiert. 

    Ich habe daraufhin unfassbar viel über Zyklus, Hormone und deren Wirkung u.a. auf Stimmung, Energie und Selbstbild gelernt. Das meiste davon habe ich vorher nicht gewusst – und das obwohl ich mich immer gut aufgeklärt gefühlt habe. 

    Bei Gesprächen mit Freundinnen habe ich schnell festgestellt, dass Wissen rund um Zyklus, Periode, Verhütung und Co. auch in meinem Umfeld nur sehr begrenzt vorhanden ist. Mit meinem ersten Projekt minority.half habe ich dann auf Instagram angefangen über Zyklus und Hormone aufzuklären und biete dort Kurse und Zyklusberatung an. 

    Meinen Wunsch – neben der Beratung – auch verstärkt in den Erfahrungsaustausch zu gehen und die Themen in der Mitte der Gesellschaft zu platzieren, möchte ich nun mit Period Ovulation Society verwirklichen. Menstruierende sollten sich mit keinem Thema alleine fühlen und in der Lage sein informierte und selbstbestimmte Entscheidungen zu treffen. 

    Mit der digitalen Lösung bestehend aus Kurzvideos und digitalen Events sorgt Period Ovulation Society dafür, dass sich keine mit einem vermeintlichen Tabuthema alleine fühlt und hilft stattdessen informierte und selbstbestimmte Entscheidungen für das eigene Wohlbefinden zu treffen. Eine Ausstellung in Hamburg bietet darüber hinaus einen Treffpunkt für die Themen und platziert sie in der Gesellschaft, sodass auch die Jüngsten und Nicht-Menstruierende die wichtigsten Aspekte verstehen.

    Mit einem Teil der Gewinne unterstützen wir Forschungsprojekte zur Frauengesundheit, damit die unterschiedlichen Bedürfnisse in Medizin, Arbeitswelt und anderen Lebensbereichen zukünftig besser oder überhaupt berücksichtigt werden.

    Was bereitet euch im Moment schlaflose Nächte? 

    Ein Business Model aufzubauen, in dem es um Informationen und Aufklärung geht und in dem gewonnene Daten nicht verkauft werden, ist eine Herausforderung. Nur wenige Menschen sind bereit dazu für aufbereitete Informationen selbst zu bezahlen und zudem wollen wir weniger privilegierte Menschen nicht durch eine finanzielle Hürde ausgrenzen. Die Frage nach der Finanzierung des Projektes ist deswegen zur Zeit eine sehr schwierige. Wir sind nun dabei Kontakte in die Bereiche des öffentlichen Gesundheits- und Bildungswesens sowie zu Unternehmen im Bereich der Frauengesundheit herzustellen, um über eine Lösung durch Sponsoring und Werbepartnerschaften nachzudenken.

    Wie verschafft ihr euch Ausgleich? 

    Ich mache sehr gerne Sport und gehe dann entweder laufen, tanzen oder ins Fitness Studio. Außerdem gehe ich gerne mit einem Podcast auf dem Ohr spazieren und genieße es Zeit mit meinen Freunden zu verbringen. 

    Welchen Impact hat euer Project auf euer Umfeld?

    Dadurch dass ich in meinem Umfeld viel über vermeintliche Tabuthemen spreche, bringe ich die Menschen dazu zumindest über einige der Themen für sich selbst nachzudenken oder auch in ihrem Umfeld darüber zu sprechen. Ich habe schon öfter das Feedback bekommen, dass Freundinnen ihren Zyklus nun genauer beobachten und dadurch ihren Körper besser verstehen können.

    Wie sieht euer vollendetes Project aus? 

    Ich glaube nicht, dass so ein Projekt jemals vollendet ist. Aufklärung über den eigenen Körper wird auch in Zukunft zumindest für junge Generationen als Teil der Schulbildung notwendig sein. Das Projekt hätte jedoch ein großes Ziele erreicht, wenn es gesellschaftlich anerkannt ist über Zyklusbeschwerden und Menstruation zu sprechen, wenn der Zyklus seinen Platz in der Arbeitswelt eingenommen hat und wenn der weibliche Körper gesondert in der Medizin und der Forschung berücksichtigt wird

     

  • Interview mit paged. (Finalist 2021)

    paged. ermöglicht visuell beeinträchtigten NutzerInnen eine individuelle Anpassung textlastiger Webseiten. Dazu werden Algorithmen der KI und eine einfach zu bedienende Benutzeroberfläche genutzt.

    Wie kam euch die Idee und was macht ihr genau?

    Die Idee für paged kam uns, als wir im Coronalockdown Online-Kurse im Web Development gemacht haben. Durch die Kurse haben wir erstmals von digitaler Barrierefreiheit gehört und waren sehr überrascht, dass in Deutschland kaum Bewusstsein darüber herrscht. Gemeinsam haben wir beschlossen: paged ändert das! Deswegen entwickeln wir eine Software, die visuell-beeinträchtigten Menschen erlaubt, textlastige Webseiten nach Ihren individuellen Bedürfnissen zu ändern, um ohne Probleme Onlineinhalte zu lesen!

    Was bereitet euch im Moment schlaflose Nächte? 

    Zu viel Koffein nach 18:00 Uhr 😉

    Wie verschafft ihr euch Ausgleich? 

    Joggen gehen im Wald bewirkt Wunder. Reisen, auch schon Ein-Tages-Trips, tun ebenfalls unfassbar gut!

    Welchen Impact hat euer Project auf euer Umfeld?

    Die Unterstützung, die uns als Team für die Idee und unsere Vision entgegengebracht werden, ist wirklich toll! Unsere Lösung kann gesellschaftliche, wirtschaftliche, als auch individuelle Aspekte zusammenbringen, daher ist bei unserem Projekt für jeden was dabei. Mit unserem Gründerspirit konnten wir auch schon einige Leute anstecken!

    Wie sieht euer vollendetes Project aus? 

    paged schafft Lösungen, die für unsere demografische Entwicklung, vor allem in Hinblick auf die alternde Gesellschaft, unabdingbar sind. Dazu gehören die Inklusion von beeinträchtigten Gruppen, freier Informationsund Bildungszugang, als auch Chancengleichheit am Arbeitsplatz.

    Das grundlegende Bestreben von paged ist es, freien Zugang zum Internet zu schaffen. Im Zuge der Digitalisierung muss allen Bürger*innen – unabhängig von ihrer Beeinträchtigung – ein freier Zugang zu Onlineinformationen ermöglicht werden.

     

  • Interview mit Mondo (Finalist 2021)

    Die App Mondo motiviert täglich dazu, 5 Minuten zur Bewältigung der größten Krisen unserer Zeit einzusetzen. Mit Micro-Coaching (sokratische Dialoge mit dem Bot Nimo), Micro-Learning, Nudging und Gamification wird nachhaltiges Leben leicht.

    Wie kam euch die Idee und was macht ihr genau?

    Wir sind Max und Nils von Mondo. Wir gehören zu einem zehnköpfigen Team aus Menschen mit Erfahrung in Journalismus, UX-Design, Wirtschaftswissenschaften und weiteren Fachbereichen.

    Fast alle unternehmerischen Lösungsansätze beziehen sich auf technologische Innovationen, um die Klimakrise zu lösen. Dass wir uns aber auch als Gesellschaft verändern und dafür unser Mindset reflektieren müssen, darüber wird zu wenig lösungsorientiert gesprochen. Wir haben uns gefragt welche Gründe dazu führen, dass wir uns bei Thema Klimakrise oft von Handlungsdruck entlasten und als Hilfsmittel dafür Mondo entwickelt.

    Mondo hilft dir dabei deinen persönlichen Weg zur Nachhaltigkeit zu finden. Mit nur 5 Minuten am Tag kannst du so Teil der Lösung werden. Wir machen die komplexen Zusammenhänge der Klimakrise einfach verständlich und geben dir mit individualisierten Challenges konkrete Handlungsmöglichkeiten. Alles was du dafür brauchst findest du in einer App fürs Handy.

    Derzeit arbeiten wir an einem Vorläuferprogramm, das ganz ohne App auskommt: Eine 12-Tage- Challenge, in der wir kleine Impulse und Tagesaufgaben viral über WhatAapp verbreiten.

    Was bereitet euch im Moment schlaflose Nächte?

    Aus der ganzen Welt und auch aus Deutschland kommen mittlerweile tagtäglich Meldungen über Hitzewellen, Großbrände und Flutkatastrophen. Irgendwie ist das Ganze auch ein Zeitspiel und wir sind einfach krass im Rückstand.

    Die nächsten Themen, in die wir unsere Energie stecken, ist die Suche nach Investoren und die Erweiterung unseres Teams um weitere ehrenamtliche Teammitglieder, die uns bei der Erstellung und Aufbereitung von Texten unterstützen.

    Wie verschafft ihr euch Ausgleich?

    Wir treiben beide Sport: Max geht oft klettern, Nils trainiert Jiu Jitsu. Wir sind beide viel in der Natur unterwegs. Max zeichnet außerdem gerne und Nils klimpert zwischendurch auf seiner Gitarre oder kümmert sich um den Gemüsegarten.

    Welchen Impact hat euer Projekt auf euer Umfeld?

    Zum Beispiel: Für unsere 12-Tage-Challenge haben wir einen professionellen Sprecher engagiert, der die täglichen Impulse als Audios eingesprochen hat. An einem Tag bestand die Challenge darin abends unnötige Standby-Geräte vom Stromnetz zu trennen. Der Sprecher hat uns dann erzählt, dass er abends ganz gewissenhaft das ganze Aufnahmeequipment vom Netz genommen hat. Das fanden wir irgendwie witzig, weil sich tatsächlich jetzt schon immer wieder Leute aus unserem weiteren Bekanntenkreis melden, die nur durchs Hören-sagen von unserem Projekt inspiriert sind, kleine Dinge in ihrem Leben zu ändern.

    Die Klimakrise entsteht aus Milliarden von Teilursachen, an denen jeder von uns beteiligt ist. Deshalb muss auch die Lösung auf einer breiten gesellschaftlichen Basis stehen, an der jeder und jede mitwirkt. Wir glauben, dass wir mit unserem Projekt ein wichtiges Hilfsmittel für diese gesellschaftliche Veränderung bereitstellen können. Dabei geht es auch um das persönliche

    Wohlbefinden. Wir wollen, dass Menschen sich als Teil der Lösung fühlen können, statt als Teil des Problems.

    Wie sieht euer vollendetes Projekt aus?

    Am Ende steht eine fertig entwickelte App, die kleine Wissenseinheiten beinhaltet – kombiniert mit personalisierten Challenges.

    In der App haben wir deinen persönlichen Weg zu mehr Nachhaltigkeit als animierten Pfad angelegt. Auf diesem triffst du verschiedene Personen, die heute unmittelbar vom Klimawandel betroffen sind und ihre Erfahrungen mit dir teilen. Dadurch werden die oft abstrakt wirkenden Folgen der Klimakrise erlebbar und auch emotional begreifbar.

    Mit Mondo kommst du vom Wissen direkt ins Handeln. Unsere Challenges decken sämtliche Bereiche ab, in denen du selbst etwas bewirken kannst. Denn zwischen Einkaufswagen und Bundestagswahl gibt es viel mehr, was du tun kannst, als du vielleicht denkst:

    Mikroabenteuer, die dir einen neuen Blick auf die Natur ermöglichen. Anleitungen wie du z.B. in deinem Sportverein oder Arbeitsplatz nachhaltige Veränderungen anstoßen kannst – ohne zum Ökoterrorist zu werden.

    Wie du dich ernährst, ob du in der Stadt lebst oder auf dem Land, in der Mietswohnung oder im Eigenheim, all das beeinflusst deine Handlungsmöglichkeiten. Daher bekommst du Handlungsvorschläge, die individuell an deinen Lebensumstände, Fähigkeiten und Komfortzonen angepasst sind.

    Im Jahr 2022 wollen wir Mondo der breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Bis dahin besteht die Möglichkeit sich auf www.mondo.vision als Betatester zu registrieren oder uns als ehrenamtliche Teammitglied zu unterstütze.