• Gewinner Social Impact Award Deutschland 2021

    Die vielversprechendsten Social Start-ups Deutschlands ausgezeichnet

    Die Zukunft sozialer Innovationen in Deutschland ist jung, selbstbewusst und sehr vielfältig, das wurde bei der Award Ceremony 2021 des Social Impact Awards deutlich. Die fünf Social Start-ups sind nach einem Jahr als die vielversprechendsten jungen Sozialunternehmen aus ganz Deutschland ausgewählt und mit den Social Impact Awards 2021 ausgezeichnet worden.

    Unter tosendem Applaus wurden sie eins nach dem anderen verkündet – die Gewinner-Projekte des Social Impact Award (SIA) 2021: Dicurio, EcoMat, ZamBamGuards, Maple Tales und mondo. Alle fünf jungen Sozialunternehmen haben bereits eine längere Reise hinter sich. Nach dem Start des Social Impact Award Programms im März, nahmen die jungen Entrepreneurs im Frühjahr an virtuellen Workshops und Events des SIA teil, um ihren Ideen und Start-ups zu entwickeln. Anschließend setzten sich zehn Projekte als die Finalisten unter den knapp 60 eingereichten Projekten und Ideen für soziale Unternehmen durch.

    Diese zehn aussichtsreichsten Anwärter*innen auf einen Social Impact Award durften sich bereits über intensives Mentoring, Zugang zu einem Expert*innen Netzwerk, und verschiedene gemeinsame, teilweise sogar internationale Seminare freuen. Den gesamten Sommer verbrachten die Teams nicht etwa mit Urlaub, sondern mit der Arbeit an ihren sozialen Start-ups um mit der Unterstützung durch das Inkubationsprogramm des SIA ihre Social Start-ups voranzubringen. Das Programm wurde mit Unterstützung durch SAP SE durchgeführt. Am 1. Oktober war es jetzt soweit, die 11-köpfige Jury hatte die Qual der Wahl und musste sich entscheiden. Basierend auf einem Pitch der Start-ups, einer kurzen Frage und Antwort Session und der Entwicklung über den Sommer hinweg, wählte die Jury vier Gewinner-Teams aus. Das fünfte Gewinner-Team jedoch wurde nicht etwa von einer kleinen Jury ausgewählt, sondern hier konnten alle Interessierten mitbestimmen. Denn das Gewinner-Projekt des Community Award, mondo wurde zuvor bei einer Abstimmung im Internet von über 1.100 Personen aus den zehn Finalisten ausgewählt.

    Den fünf ausgezeichneten Teams winkt jetzt ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 7.500 Euro. Welche Schritte die prämierten Siegerteams damit umsetzen werden, weiß der Leiter des Social Impact Award Deutschland Jonas Dinger: „Die Startfinanzierung birgt eine enorme Hebelwirkung! Zum einen können die Teams dadurch in den kommenden Monaten einen starken Fokus auf die Projektrealisierung legen, anstatt einem Nebenjob nachgehen zu müssen. Zum anderen werden viele weitere potenzielle Förderer auf die Siegerprojekte aufmerksam. Und natürlich ist es ein großer Motivationsschub, wenn die eigene Idee ausgezeichnet wird!“.

    Neben dem Preisgeld winkt den Gewinnern auch eine Teilnahme am virtuellen SIA Summit Ende Oktober. Dort kommen alle Gewinner-Projekte des Social Impact Awards aus circa zwanzig Ländern und drei Kontinenten zusammen, vernetzen sich und arbeiten gemeinsam an ihren Fähigkeiten ihre Projekte zu den zukünftigen Leuchttürmen sozialer Innovation auszubauen.

    Die fünf Social Impact Award Gewinner Teams sind:

    Dicurio – Dicurio will provide an app that assists elderly people with using their smartphones. Remote access to the senior’s phone enables friends and family and later an AI to explain problems and show solutions and step saving ensures effectiveness.

    Maple Tales – Maple Tales bietet dem Grundschulkind durch seine innovative Art des Lesens, bei welcher das Kind die Geschichte selbst beeinflussen kann, die perfekte Möglichkeit alle Vorteile des Lesens zu nutzen und davon zu profitieren.

    EcoMat – Ein B2B-Matratzenrecyclingunternehmen, das die Verbrennung von Matratzen verhindert und Entsorgungsunternehmen bei der Verringerung von CO2-Emissionen und Ressourcenverschwendung unterstützt.

    ZamBamGuards – ZamBam Guards sind nachhaltige, robuste Bambusschienbeinschoner für Sportler in Afrika und Europa, die leichter, preiswerter und CO2-neutral sind. Die Produktion der Schoner in Sambia fördert sichere Arbeitsplätze und die Gewinne aus dem Verkauf unterstützen sambische Jugendfußballigen.

    mondo – Mondo motiviert dich dazu täglich 5 Minuten einzusetzen, um Teil der Lösung der Klimakrise zu werden. Dabei helfen dir individualisierte Micro-Contents, Nudges und Gamification.

  • Vom Heropreneur zum Social Entrepreneur: Die Resilienz von Social Entrepreneurs in Krisenzeiten

     Wien, 21. September 2021 – Es gibt einen Mythos, der den Bereich des sozialen Unternehmertums umgibt und der tiefgreifende negative Effekte hat: „Heropreneurship“. Dieser Mythos ist so tief verankert, dass die meisten von uns aufgehört haben, seine Existenz in Frage zu stellen. Denn gerade in Krisenzeiten werden die Rufe nach Held*innen immer stärker, schließlich bieten Heldenfiguren Hoffnung und inspirieren. Social Entrepreneurs werden oftmals als Heropreneurs präsentiert: Sie retten die Welt, helfen benachteiligten Menschen, verdienen Geld, werden in einer Krise mit voller Innovationskraft sofort aktiv und das Alles auch noch zur selben Zeit. Aber was heißt das eigentlich für die Sozialunternehmer*innen selbst und was für Auswirkungen haben solch enorme Drucksituationen?

    Die Corona-Krise hat zu vielen Verwerfungen und Veränderungen in der Gesellschaft geführt und gerade auch bei Sozialunternehmer*innen für eine Krise in vielerlei Hinsicht gesorgt. Nicht nur sind ihre Wirkungs- und Geschäftsmodelle unter Druck geraten, sondern oftmals auch die Entrepreneure selbst. Um diese viel zu wenig beachtete Auswirkung der aktuellen Pandemie zu diskutieren und zu beleuchten, organisierten der Social Impact Award gemeinsam mit der Hil-Foundation ein Treffen der prominentesten Unterstützungs- und Finanzierungsorganisationen im aufstreben Feld des sozialen & ökologischen Unternehmertums.

    Ziel der Veranstaltung war es, das Thema aus zwei Blickwinkeln zu betrachten: Daten und Erfahrungen. Dr. Peter Vandor vom Social Entrepreneurship Center veranschaulichte mit seinen wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Thema und den aufbereiteten Daten die Bedeutung dieses Themas. Gleichzeitig bot Hannah Lux, CEO und Mitbegründerin des Social-Venture-Unternehmens Vollpension und SIA-Alumna, einen Einblick in ihre persönlichen Erfahrungen während der Covid-19-Krise.

    Die Alarmglocken läuten

    Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Studie von Peter Vandor zeigen, dass 43 % der befragten, angehenden Social Entrepreneurs, eines oder mehrere Burnout-Symptome wie Erschöpfung, Reizbarkeit, Schlaf- und Angststörungen erlebt haben. 5 % litten sogar so sehr unter einem Burnout, dass sie überhaupt nicht mehr arbeiten konnten.

    Obwohl die spezifischen Ursachen dafür je nach Geschäftsmodell und Teamstruktur variieren, lassen sich Stress und Burnout meist auf die hohe Arbeitsbelastung, den hohen Druck und die Verbundenheit des Unternehmers mit seiner sozialen Mission zurückführen. Was auch einen wesentlichen Unterschied zu konventionellen Unternehmer*innen darstellt.

    „Es ist der ständige Druck, dass man etwas liefern muss, und dass Menschen auf Ihre Produkte warten, die Leben retten könnten, und Sie nichts tun. Es geht einem ständig durch den Kopf, diese Angst, dass morgen jemand sterben könnte, weil man eine Pause gemacht hat.“ (Zitat aus den anonyme geführten Interviews)

    Um ein erfolgreiches Social Impact Projekt zu führen, müssen Social Entrepreneurs viele verschiedene Bereiche zur gleichen Zeit mit einem oft nur kleinen Team managen. Sie tragen Verantwortung nicht nur für sich selbst und ihr Unternehmen, sondern auch für die Personen, die ihr Projekt unterstützt.

    Wenn einen Schritt zurück treten die einzige Option ist

    Die Mitgründerin und Geschäftsführerin der Vollpension, Hannah Lux, war während der Covid-19-Krise mit dieser schwierigen Dynamik konfrontiert und spürte das Gewicht, das ihre soziale Mission auf ihre Schultern lädt mit voller Wucht. Die Vollpension ist eine Kette von Cafés, in denen vor allem Senior*innen aktiv sind um eine bestehenden oder drohende Altersarmut zu verhindern und der Vereinsamung entgegenzutreten. Die Krise und die Lockdowns zwangen alle Cafés zur Schließung und brachte ihr Team, insbesondere die Senior*innen als Risikogruppe, in eine schwierige Lage. Leider hatte sie mit dem Stress und der Müdigkeit der jahrelangen Arbeit schwer zu kämpfen und war gezwungen, einen Schritt zurückzutreten, um sich auf sich selbst zu konzentrieren.

    Das Schwierigste war„, sagte Hannah, „mir einzugestehen, dass ich gerade in dieser Krisenzeit einen Schritt langsamer treten musste. Dass wir diese Situation nur gemeinsam im Team stemmen können.

    Hannah Lux hofft auf mehr Ehrlichkeit in der Branche zu diesem Thema und möchte in persönlichen Gesprächen mit ihren Partnern Vertrauen aufbauen. Sie sieht vor allem die Notwendigkeit, die Wahrnehmung von Social Entrepreneurs zu ändern und damit aufzuhören, sie als Helden darzustellen, da dies nur das Bedürfnis verstärkt, sie als unbesiegbar erscheinen zu lassen.

    Die Quintessenz

    Wenn man bedenkt, wie viele Sozialunternehmer zwischen ihrem eigenen Wohlergehen und ihrem sozialen Auftrag hin- und hergerissen sind, ist es eindeutig wichtig, Wege zu finden, sie zu bei dieser Gratwanderung zu unterstützen. Die Daten und die persönlichen Geschichten der Social Entrepreneurs aus aller Welt machen eines ganz deutlich: Wir müssen vom Heropreneur zum Social Entrepreneur kommen und die Resilienz von Sozialunternehmer*innen gerade in Krisenzeiten noch mehr stärken.

  • Interview mit Maple Tales (Finalist 2021)

    Maple Tales bietet dem Grundschulkind durch seine innovative Art des Lesen, bei welcher das Kind die Geschichte selbst beeinflussen kann, die perfekte Möglichkeit alle Vorteile des Lesens zu nutzen und davon zu profitieren.

     

    Wie kam euch die Idee und was macht ihr genau? 

    Innerhalb einer Vorlesung der Erziehungswissenschaften wurde unsere Mitgründerin Marlene auf die  immer sinkende Anzahl an lesenden Kindern und der vermehrten Nutzung von mobilen Endgeräten  aufmerksam gemacht und nach vielen Brainstorming Runden und der ein oder anderen verworfenen  Idee, entstand das Projekt „Maple Tales“ 

    Bei Maple Tales verknüpfen wir die Nutzung von mobilen Endgeräten, wie Handys und Tablets, mit  dem Lesen von Kurzgeschichten. In diesen Kurzgeschichten kann das Kind selbst entscheiden, wie die  Geschichte fortläuft, in dem das Kind alle drei bis fünf Minuten aus drei Optionen den Verlauf  beeinflussen kann. Der Fokus liegt dabei bei dem Näherbringen des Lesens und des Nutzens des  täglichen Lesens. Wir arbeiten mit Autoren zusammen, welche uns weiterhin aus den bereits  geschriebenen Büchern kurze 15-minütige Kurzgeschichten in unserem Stil schreiben. Die  dazugehörigen Bücher können im nachhinein von dem Elternteil gekauft werden, um einen  fließenden Übergang zwischen digital und analog zu schaffen. 

    Was bereitet euch im Moment schlaflose Nächte?  

    Eine aktuelle große Aufgabe ist die Entwicklung der App und die damit verbundene Zeit, welche  dafür aufgebracht werden muss. Dies und die täglich anstehenden neuen Challenges bereiten uns  schlaflose Nächte. 

    Wie verschafft ihr euch Ausgleich?  

    Da wir bis Ende Juli alle noch durch Job, Uni und Startup sehr beansprucht waren, haben wir uns im  August eine Auszeit genommen und dadurch einen guten Ausgleich geschaffen und uns für die  nächsten Monate ausgeruht. Während der Arbeitsphase helfen immer wieder kleine Spaziergänge  und das entspannte zurücklegen und Lesen von Büchern. 

    Welchen Impact hat euer Project auf euer Umfeld? 

    Maple Tales hilft Kindern eine bessere Bildung zu genießen. Beginnend von dem Lesen zu Hause bis  zu den besseren schulischen Leistungen in der Schule. Weiterhin machen wir Kinder aufmerksam auf  die umfangreiche Welt des Lesens und dessen mannigfaltigen Anregungen und Abenteuer. 

    Wie sieht euer vollendetes Project aus?  

    In unserem vollendeten Projekt möchten wir mit Hobby und Berufsautoren zusammenarbeiten, um  schöne und erlebnisreiche Geschichten für Kinder zu kreieren und diese zum Lesen zu begeistern.  Weiterhin hilft unsere vollendete App uns viele Kinder auf der ganzen Welt zu begeistern und Ihnen  auf dem weiteren Bildungsweg zu helfen. Final möchten wir die Art des digitalen Lesens verändern  und damit eine Steigerung der Lesequote erreichen.

  • Interview mit ZamBamGuards (Finalist 2021)

    ZamBamGuards entwickelt nachhaltige, robuste Bambusschienbeinschoner für Sportler in Afrika und Europa, die leichter, preiswerter und CO2-neutral sind. Die Produktion der Schoner in Sambia fördert die Ausbildung und damit auch sichere Arbeitsplätze. 

    Wie kam euch die Idee und was macht ihr genau?

    Anna und Frederik waren über den weltwärts-Freiwilligendienst in Sambia. Dort haben wir erkannt, welche Chancen der Sport und insbesondere der Fußball bieten kann. Zuerst wollten wir in Sambia Fußbälle produzieren, jedoch waren die Startkosten hier deutlich über unserem Budget. Im weiteren Verlauf der Ideenphase kamen wir dann auf Bambus, der – stronger than steel – perfekt für Schienbeinschoner geeignet ist. Weil Bambus auch in Sambia wächst und Sambia die höchste Entwaldungsrate der Welt hat, wollten wir alternative Einkommensmöglichkeiten zur Abholzung schaffen. 

    Was bereitet euch im Moment schlaflose Nächte? 

    Am 12. August waren in Sambia Wahlen und es findet aktuell ein Regierungswechsel statt. Das bedeutet, dass wir aktuell schwer planen können und bei den Behörden viele Ansprechpartner:innen wechseln. 

    Wie verschafft ihr euch Ausgleich? 

    Da wir alle (Samira, Chris, Anna und Frederik) noch studieren, sind ZamBam-Guards unser praktischer Ausgleich zur Theorie im Studium. Wenn wir aber einmal abschalten wollen, geht es meist raus in die Natur oder an die Schleifmaschine.

    Welchen Impact hat euer Project auf euer Umfeld?

    Wir gliedern unseren Impact in drei Säulen:

    Einerseits ist es der direkte Impact der Schienbeinschoner, indem wir die Nachfrage im Markt bedienen und somit sicheres Fussballspielen ermöglichen. Zudem wollen wir die Gewinne durch die ZamBam-Guards in lokale Jugendfußballligen investieren, um den Breitensport auf ein höheres Level zu bringen.

    Andererseits schaffen wir durch die Produktion der ZamBam-Guards lokale Arbeitsplätze, die eine Alternative zur Abholzung sowie Herstellung von Holzkohle bieten. 

    Darüber hinaus beweisen wir mit den ZamBam-Guards, dass man durch natürliche Rohstoffe vor Ort Wertschöpfung gestalten kann und wollen weitere Menschen für Investitionen und Entwicklung in bisher unterschätzten Regionen ermutigen.

    Wie sieht euer vollendetes Project aus? 

    Wir wollen die ZamBam-Guards über lokale Produktion in möglichst vielen afrikanischen Ländern etablieren und auch lokalen Unternehmer:innen über einen OpenSource-Ansatz die Möglichkeit geben, die ZamBam-Guards zu verbreiten und weiterzuentwickeln. 

    Die produzierten ZamBam-Guards sollen mittelfristig auch in Deutschland/Europa erhältlich sein und als weiterer Schritt gesehen werden, die Sportartikelwelt nachhaltiger aufzustellen.

    Außerdem wollen wir langfristig weitere Bambusprodukte sowie nachhaltigere Sportartikel herstellen und damit Arbeitsplätze, Wohlstand und mehr Spaß am Sport schaffen.

     

  • Interview mit Period Ovulation Society (Finalist 2021)

    Period Ovulation Society: Ein Ort für Gespräche und Produkte rund um den weiblichen Zyklus und das Frau-Sein. Aufklärung und Austausch für eine verbesserte Lebensqualität, die zu einem Vorteil für die gesamte Gesellschaft führt.

    Wie kam euch die Idee und was macht ihr genau?

    Nachdem ich vor einigen Jahren die Pille abgesetzt habe, hatte ich fast 1,5 Jahre keinen Zyklus. Da ich nicht wieder die Pille nehmen wollte, habe ich angefangen mich selbst mit dem Thema weiblicher Zyklus auseinanderzusetzen, um zu verstehen, was da gerade passiert oder eben nicht passiert. 

    Ich habe daraufhin unfassbar viel über Zyklus, Hormone und deren Wirkung u.a. auf Stimmung, Energie und Selbstbild gelernt. Das meiste davon habe ich vorher nicht gewusst – und das obwohl ich mich immer gut aufgeklärt gefühlt habe. 

    Bei Gesprächen mit Freundinnen habe ich schnell festgestellt, dass Wissen rund um Zyklus, Periode, Verhütung und Co. auch in meinem Umfeld nur sehr begrenzt vorhanden ist. Mit meinem ersten Projekt minority.half habe ich dann auf Instagram angefangen über Zyklus und Hormone aufzuklären und biete dort Kurse und Zyklusberatung an. 

    Meinen Wunsch – neben der Beratung – auch verstärkt in den Erfahrungsaustausch zu gehen und die Themen in der Mitte der Gesellschaft zu platzieren, möchte ich nun mit Period Ovulation Society verwirklichen. Menstruierende sollten sich mit keinem Thema alleine fühlen und in der Lage sein informierte und selbstbestimmte Entscheidungen zu treffen. 

    Mit der digitalen Lösung bestehend aus Kurzvideos und digitalen Events sorgt Period Ovulation Society dafür, dass sich keine mit einem vermeintlichen Tabuthema alleine fühlt und hilft stattdessen informierte und selbstbestimmte Entscheidungen für das eigene Wohlbefinden zu treffen. Eine Ausstellung in Hamburg bietet darüber hinaus einen Treffpunkt für die Themen und platziert sie in der Gesellschaft, sodass auch die Jüngsten und Nicht-Menstruierende die wichtigsten Aspekte verstehen.

    Mit einem Teil der Gewinne unterstützen wir Forschungsprojekte zur Frauengesundheit, damit die unterschiedlichen Bedürfnisse in Medizin, Arbeitswelt und anderen Lebensbereichen zukünftig besser oder überhaupt berücksichtigt werden.

    Was bereitet euch im Moment schlaflose Nächte? 

    Ein Business Model aufzubauen, in dem es um Informationen und Aufklärung geht und in dem gewonnene Daten nicht verkauft werden, ist eine Herausforderung. Nur wenige Menschen sind bereit dazu für aufbereitete Informationen selbst zu bezahlen und zudem wollen wir weniger privilegierte Menschen nicht durch eine finanzielle Hürde ausgrenzen. Die Frage nach der Finanzierung des Projektes ist deswegen zur Zeit eine sehr schwierige. Wir sind nun dabei Kontakte in die Bereiche des öffentlichen Gesundheits- und Bildungswesens sowie zu Unternehmen im Bereich der Frauengesundheit herzustellen, um über eine Lösung durch Sponsoring und Werbepartnerschaften nachzudenken.

    Wie verschafft ihr euch Ausgleich? 

    Ich mache sehr gerne Sport und gehe dann entweder laufen, tanzen oder ins Fitness Studio. Außerdem gehe ich gerne mit einem Podcast auf dem Ohr spazieren und genieße es Zeit mit meinen Freunden zu verbringen. 

    Welchen Impact hat euer Project auf euer Umfeld?

    Dadurch dass ich in meinem Umfeld viel über vermeintliche Tabuthemen spreche, bringe ich die Menschen dazu zumindest über einige der Themen für sich selbst nachzudenken oder auch in ihrem Umfeld darüber zu sprechen. Ich habe schon öfter das Feedback bekommen, dass Freundinnen ihren Zyklus nun genauer beobachten und dadurch ihren Körper besser verstehen können.

    Wie sieht euer vollendetes Project aus? 

    Ich glaube nicht, dass so ein Projekt jemals vollendet ist. Aufklärung über den eigenen Körper wird auch in Zukunft zumindest für junge Generationen als Teil der Schulbildung notwendig sein. Das Projekt hätte jedoch ein großes Ziele erreicht, wenn es gesellschaftlich anerkannt ist über Zyklusbeschwerden und Menstruation zu sprechen, wenn der Zyklus seinen Platz in der Arbeitswelt eingenommen hat und wenn der weibliche Körper gesondert in der Medizin und der Forschung berücksichtigt wird

     

  • Interview mit paged. (Finalist 2021)

    paged. ermöglicht visuell beeinträchtigten NutzerInnen eine individuelle Anpassung textlastiger Webseiten. Dazu werden Algorithmen der KI und eine einfach zu bedienende Benutzeroberfläche genutzt.

    Wie kam euch die Idee und was macht ihr genau?

    Die Idee für paged kam uns, als wir im Coronalockdown Online-Kurse im Web Development gemacht haben. Durch die Kurse haben wir erstmals von digitaler Barrierefreiheit gehört und waren sehr überrascht, dass in Deutschland kaum Bewusstsein darüber herrscht. Gemeinsam haben wir beschlossen: paged ändert das! Deswegen entwickeln wir eine Software, die visuell-beeinträchtigten Menschen erlaubt, textlastige Webseiten nach Ihren individuellen Bedürfnissen zu ändern, um ohne Probleme Onlineinhalte zu lesen!

    Was bereitet euch im Moment schlaflose Nächte? 

    Zu viel Koffein nach 18:00 Uhr 😉

    Wie verschafft ihr euch Ausgleich? 

    Joggen gehen im Wald bewirkt Wunder. Reisen, auch schon Ein-Tages-Trips, tun ebenfalls unfassbar gut!

    Welchen Impact hat euer Project auf euer Umfeld?

    Die Unterstützung, die uns als Team für die Idee und unsere Vision entgegengebracht werden, ist wirklich toll! Unsere Lösung kann gesellschaftliche, wirtschaftliche, als auch individuelle Aspekte zusammenbringen, daher ist bei unserem Projekt für jeden was dabei. Mit unserem Gründerspirit konnten wir auch schon einige Leute anstecken!

    Wie sieht euer vollendetes Project aus? 

    paged schafft Lösungen, die für unsere demografische Entwicklung, vor allem in Hinblick auf die alternde Gesellschaft, unabdingbar sind. Dazu gehören die Inklusion von beeinträchtigten Gruppen, freier Informationsund Bildungszugang, als auch Chancengleichheit am Arbeitsplatz.

    Das grundlegende Bestreben von paged ist es, freien Zugang zum Internet zu schaffen. Im Zuge der Digitalisierung muss allen Bürger*innen – unabhängig von ihrer Beeinträchtigung – ein freier Zugang zu Onlineinformationen ermöglicht werden.

     

  • Interview mit Mondo (Finalist 2021)

    Die App Mondo motiviert täglich dazu, 5 Minuten zur Bewältigung der größten Krisen unserer Zeit einzusetzen. Mit Micro-Coaching (sokratische Dialoge mit dem Bot Nimo), Micro-Learning, Nudging und Gamification wird nachhaltiges Leben leicht.

    Wie kam euch die Idee und was macht ihr genau?

    Wir sind Max und Nils von Mondo. Wir gehören zu einem zehnköpfigen Team aus Menschen mit Erfahrung in Journalismus, UX-Design, Wirtschaftswissenschaften und weiteren Fachbereichen.

    Fast alle unternehmerischen Lösungsansätze beziehen sich auf technologische Innovationen, um die Klimakrise zu lösen. Dass wir uns aber auch als Gesellschaft verändern und dafür unser Mindset reflektieren müssen, darüber wird zu wenig lösungsorientiert gesprochen. Wir haben uns gefragt welche Gründe dazu führen, dass wir uns bei Thema Klimakrise oft von Handlungsdruck entlasten und als Hilfsmittel dafür Mondo entwickelt.

    Mondo hilft dir dabei deinen persönlichen Weg zur Nachhaltigkeit zu finden. Mit nur 5 Minuten am Tag kannst du so Teil der Lösung werden. Wir machen die komplexen Zusammenhänge der Klimakrise einfach verständlich und geben dir mit individualisierten Challenges konkrete Handlungsmöglichkeiten. Alles was du dafür brauchst findest du in einer App fürs Handy.

    Derzeit arbeiten wir an einem Vorläuferprogramm, das ganz ohne App auskommt: Eine 12-Tage- Challenge, in der wir kleine Impulse und Tagesaufgaben viral über WhatAapp verbreiten.

    Was bereitet euch im Moment schlaflose Nächte?

    Aus der ganzen Welt und auch aus Deutschland kommen mittlerweile tagtäglich Meldungen über Hitzewellen, Großbrände und Flutkatastrophen. Irgendwie ist das Ganze auch ein Zeitspiel und wir sind einfach krass im Rückstand.

    Die nächsten Themen, in die wir unsere Energie stecken, ist die Suche nach Investoren und die Erweiterung unseres Teams um weitere ehrenamtliche Teammitglieder, die uns bei der Erstellung und Aufbereitung von Texten unterstützen.

    Wie verschafft ihr euch Ausgleich?

    Wir treiben beide Sport: Max geht oft klettern, Nils trainiert Jiu Jitsu. Wir sind beide viel in der Natur unterwegs. Max zeichnet außerdem gerne und Nils klimpert zwischendurch auf seiner Gitarre oder kümmert sich um den Gemüsegarten.

    Welchen Impact hat euer Projekt auf euer Umfeld?

    Zum Beispiel: Für unsere 12-Tage-Challenge haben wir einen professionellen Sprecher engagiert, der die täglichen Impulse als Audios eingesprochen hat. An einem Tag bestand die Challenge darin abends unnötige Standby-Geräte vom Stromnetz zu trennen. Der Sprecher hat uns dann erzählt, dass er abends ganz gewissenhaft das ganze Aufnahmeequipment vom Netz genommen hat. Das fanden wir irgendwie witzig, weil sich tatsächlich jetzt schon immer wieder Leute aus unserem weiteren Bekanntenkreis melden, die nur durchs Hören-sagen von unserem Projekt inspiriert sind, kleine Dinge in ihrem Leben zu ändern.

    Die Klimakrise entsteht aus Milliarden von Teilursachen, an denen jeder von uns beteiligt ist. Deshalb muss auch die Lösung auf einer breiten gesellschaftlichen Basis stehen, an der jeder und jede mitwirkt. Wir glauben, dass wir mit unserem Projekt ein wichtiges Hilfsmittel für diese gesellschaftliche Veränderung bereitstellen können. Dabei geht es auch um das persönliche

    Wohlbefinden. Wir wollen, dass Menschen sich als Teil der Lösung fühlen können, statt als Teil des Problems.

    Wie sieht euer vollendetes Projekt aus?

    Am Ende steht eine fertig entwickelte App, die kleine Wissenseinheiten beinhaltet – kombiniert mit personalisierten Challenges.

    In der App haben wir deinen persönlichen Weg zu mehr Nachhaltigkeit als animierten Pfad angelegt. Auf diesem triffst du verschiedene Personen, die heute unmittelbar vom Klimawandel betroffen sind und ihre Erfahrungen mit dir teilen. Dadurch werden die oft abstrakt wirkenden Folgen der Klimakrise erlebbar und auch emotional begreifbar.

    Mit Mondo kommst du vom Wissen direkt ins Handeln. Unsere Challenges decken sämtliche Bereiche ab, in denen du selbst etwas bewirken kannst. Denn zwischen Einkaufswagen und Bundestagswahl gibt es viel mehr, was du tun kannst, als du vielleicht denkst:

    Mikroabenteuer, die dir einen neuen Blick auf die Natur ermöglichen. Anleitungen wie du z.B. in deinem Sportverein oder Arbeitsplatz nachhaltige Veränderungen anstoßen kannst – ohne zum Ökoterrorist zu werden.

    Wie du dich ernährst, ob du in der Stadt lebst oder auf dem Land, in der Mietswohnung oder im Eigenheim, all das beeinflusst deine Handlungsmöglichkeiten. Daher bekommst du Handlungsvorschläge, die individuell an deinen Lebensumstände, Fähigkeiten und Komfortzonen angepasst sind.

    Im Jahr 2022 wollen wir Mondo der breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Bis dahin besteht die Möglichkeit sich auf www.mondo.vision als Betatester zu registrieren oder uns als ehrenamtliche Teammitglied zu unterstütze.

  • Interview mit Expeerify (Finalist 2021)

    Expeerify bietet Schulabsolvent:innen Berufsorientierung durch Praxiserfahrung und ermöglicht Unternehmen die Talentgewinnung durch persönliche Kontakte. Die Basis bilden drei Säulen: Praktika, Seminare und einem Alumni-Netzwerk.

    Wie kam euch die Idee und was macht ihr genau?

    Unsere Idee entstand aus einer Herausforderung heraus, vor der wir selbst erst kürzlich standen. Nach dem Abschluss gibt es tausende Möglichkeiten, tausend spannende Berufsfelder. Wir selbst sind bei der Auswahl gescheitert und mussten unser Studium bzw. unsere Ausbildung wieder abbrechen. Das war ziemlich frustrierend. Um anderen jungen Menschen die Unterstützung zu geben, die wir gebraucht hätten, haben wir Expeerify entwickelt. 

    Expeerify hilft Schulabsolvent:innen bei der Berufswahl. Dafür bieten wir ihnen ein einzigartiges Findungsjahr. Ein Jahr, in dem sie authentische Berufseinblicke durch Praktika erhalten, unvergessliche Erfahrungen in einer starken Community sammeln und Coachings erfahren, die ihnen bei der Entscheidung helfen.  

    Was bereitet euch im Moment schlaflose Nächte? 

    Die unzähligen Probleme in der Welt und das Wissen, dass wir selbst nur begrenzt was tun können. Wir haben so viel Energie und möchten am liebsten alle Herausforderungen auf einmal lösen – aber irgendwie hat der Tag ja dann doch nur 24 Stunden. 

    Wie verschafft ihr euch Ausgleich? 

    Indem wir einfach mal den Laptop zuklappen, einen Rucksack schnappen und raus in die Natur fahren oder zum Sport zu radeln. Da fällt es uns am leichtesten, einfach mal abzuschalten. 

    Welchen Impact hat euer Project auf euer Umfeld?

    Oft sind Menschen begeistert, wenn wir von unserer Idee erzählen – viele in unserem Umfeld kennen das Gefühl der Orientierungslosigkeit nach der Schule ja selbst. Manche lassen sich sogar von unserem Enthusiasmus anstecken und bekommen selbst Lust, sich zu engagieren. 

    Wie sieht euer vollendetes Project aus? 

    Ein wirkliches Ende unseres Projekts gibt es nicht. Wir haben viel zu viele Träume und große Visionen, die wir mit Expeerify verwirklichen wollen. Wir träumen von einer Welt, in der alle Menschen das tun, was sie wirklich wollen – und sich ausreichend Zeit nehmen (dürfen), um ihre Passion herauszufinden. 

  • Interview mit EcoMat (Finalist 2021)

    EcoMat versteht sich als B2B  Matratzen-Recycling-Unternehmen, das Entsorgungsanlagen und andere Unternehmen beim Senken ihres CO2-Austoßes unterstützt. 

    Wie kam euch die Idee und was macht ihr genau?

    Die Idee kam uns tatsächlich, nachdem wir schon 3 Monate an einer komplett anderen Idee gearbeitet haben. Dabei ging es zu Beginn erst darum, dass wir der unteren Einkommensschicht den Kauf von nachhaltigen/bio-Lebensmittel zugänglich machen wollten. Irgendwann standen wir vor so einer komplexen Aufgabe, dass wir uns umorientiert haben. Dabei kamen uns die Buzzwords Waste-Management und Circularity in den Sinn. Allerdings hatten wir dort erst mit der Wiederverwendung von Kaffeesatz oder Bananenschalen geliebäugelt. Bis mir eine Art Geistesblitz kam, als ich meine Füße, auf einem Stuhl sitzend, auf meinem Bett abgelegt hatte und meine Matratze komplett ausgebrannt angestarrt habe. Dabei hat sich mir die Frage gestellt: Was passiert eigentlich mit diesen großen und unhandlichen Matratzen? Das war im Grunde genommen der Startschuss für die Arbeit an diesem Projekt. 

    EcoMat wird ein B2B-Matratzenrecyclingunternehmen sein, das sich auf die Herstellung von Polyolen spezialisiert, die aus dem Polyurethanschaum (PU-Schaumstoff) von ausgedienten Matratzen gewonnen werden. Unser Ziel dabei ist die Entsorgung von Altmatratzen weniger umweltschädlich zu machen und die Umweltauswirkungen der Produktion und Verwendung von Polyurethanschaum zu reduzieren. Auf diese Weise will EcoMat Abfallwirtschaftsunternehmen eine wirtschaftlichere und umweltverträglichere Alternative für die Entsorgung von Matratzen anbieten und vermeidet die Emission von circa 24.000 Tonnen CO2 pro 1 Million verbrannter Matratzen, was knapp 36.000 Flüge von Düsseldorf nach Mallorca umfasst. (ca. 7 Mio. Matratzen fallen jährlich in Deutschland an). 

    Was bereitet euch im Moment schlaflose Nächte? 

    Momentan gibt es glücklicherweise nichts was uns am Schlafen hindert ☺.

    Wie verschafft ihr euch Ausgleich? 

    Durch regelmäßige Einheiten Sport, Entspannung, Musik hören & produzieren und der maßgeblichste Punkt ist Freunde treffen. 

    Welchen Impact hat euer Project auf euer Umfeld?

    Abgesehen von dem Feedback am Ball zu bleiben und das Projekt weiter zu pushen, hat das Projekt auf unser direktes Umfeld wahrscheinlich eher einen subtilen Impact. Das große Bild jedoch zeigt, dass es einen Impact für alle bedeutet. 

    Wie sieht euer vollendetes Project aus? 

    Unser vollendetes Project ist bis dato erstmal uns deutschlandweit zu etablieren, um den Großteil der in Deutschland anfallenden Matratzen recyceln zu können. Vollendet wäre es wahrscheinlich auf EU oder globaler Ebene.

     

  • Interview mit Dicurio (Finalist 2021)

    Die App Dicurio möchte ältere Personen bei der Benützung von Smartphones unterstützen. Die App soll es Freunden und Familie und später auch einer KI ermöglichen Probleme auf dem Handy der Senior*innen mithilfe eines externen Zugangs zu lösen. 

    Wie kam euch die Idee und was macht ihr genau?

    Wir haben beobachtet, dass viele Leute aus unterschiedlichsten Gründen ihre Smartphones nicht optimal nutzen. Oft trauen sich Leute nicht etwas auszuprobieren und haben Angst etwas kaputt zu machen. 

    Wir erschaffen eine App, die es Menschen ermöglicht sofort Hilfe zu bekommen, wenn ein Problem auftritt. Die App wird geöffnet und die hilfesuchende Person wählt eine Person aus, die ihr helfen soll. Sobald eine Verbindung zwischen dem Hilfesuchenden und dem Helfenden aufgebaut wurde, wird der Bildschirm des Hilfesuchenden geteilt. Der Helfende setzt anschließend nacheinander Markierungen dort wo der Hilfesuchende klicken muss. Der Hilfesuchende folgt den Schritten, die der Helfer vorgibt. Wenn das Problem gelöst ist, wird die Verbindung beendet und die Schritte werden gespeichert. Auf diese Weise ist es nie nötig Notizen zu machen und der Hilfesuchende kann beliebig oft durch die Schritte wiederholen und üben.

    Was bereitet euch im Moment schlaflose Nächte?

    Wir sind alle Studentinnen, neben Dicurio studieren und arbeiten wir, zusätzlich möchten wir natürlich auch Zeit für Freunde und Familie sowie Freizeitaktivitäten haben, da wünschen wir uns schon oft einen 30-Stunden-Tag. Gleichzeitig sind wir aber unglaublich dankbar für die Möglichkeit, so viele unterschiedliche Erfahrungen machen zu können.

    Wie verschafft ihr euch Ausgleich?

    Die Klassiker: raus in die Natur, Sport machen und Zeit mit Freund*innen und Familie verbringen. Zusätzlich machen wir uns immer wieder bewusst, warum wir an Dicurio arbeiten und was unsere Motivation ist.

    Welchen Impact hat euer Projekt auf euer Umfeld?

    Wir bekommen immer wieder die Rückmeldung, dass es sehr inspirierend ist, drei junge Frauen zu sehen die nicht nur im technischen Bereich tätig sind sondern sich darüber hinaus auch mit den Herausforderungen einer anderen Generation beschäftigen. Viele ältere Menschen sind sehr überrascht und teilweise skeptisch, wenn wir nach ihrem Umgang mit Smartphone und Tablet fragen. Im laufe unserer Interviews öffenen sie sich aber immer mehr und schenken uns wertvolle Einblicke in ihre Herausforderungen. Zusätzlich freut es uns natürlich sehr, wenn wir einen kleinen Beitrag leisten können, die Wahrnehmung von Frauen in der Tech-Branche zu verändern.

    Wie sieht euer vollendetes Projekt aus?

    Wir möchten, dass sich jeder im Umgang mit digitaler Technik wohlfühlen kann. Niemand soll zurückgelassen werden. Ältere Menschen sollten befähigt werden, die digitale Welt für sich zu entdecken und somit unabhängiger und vernetzter werden. Um Hilfe bitten und helfen sollte einfach und schnell möglich sein. Wir möchten alle Bedenken und Herausforderungen kennenlernen, mit denen ältere Menschen im Umgang mit digitalen Geräten konfrontiert sind, um sie nach und nach zu beseitigen und sicherzustellen, dass alle von der Digitalisierung profitieren können.